Anbieter: Domini Castellare di Castellina
Castellare di Castellina Sodi di San Niccolo 1988 - 0,75l
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Beschreibung
Castellare di Castellina I Sodi di San Niccolò 1988 bringt Sangioveto und Malvasia Nera aus der Toskana mit reifer Kirschwürze ins Glas und leiser Tabaknote. Ein gereifter Rotwein aus dem Chianti Classico mit ziegelrotem Rand. Die Flasche spricht leise. Getrocknete Kirsche, Leder und warme Gewürze stehen klar im Vordergrund.
Über den Wein
I Sodi di San Niccolò 1988 stammt von Domini Castellare di Castellina im Chianti Classico. Der Wein setzt auf Sangioveto, den toskanischen Namen für Sangiovese, ergänzt durch Malvasia Nera. Die Reben stehen auf Alberese, einem tonigen Kalksteinboden mit heller Struktur. Der Name Sodi verweist auf harte Schollen, wie man sie rund um Castellina in Chianti kennt. In diesem 1988er spürt man diese Herkunft im eher straffen Kern unter der gereiften Frucht. Die Toskana zeigt hier keine breite Wärme. Sie zeigt trockene Kräuter, dunkle Kirsche und einen kühlen Kalkton im Nachhall.
Im Keller wurde der 1988er nach der Gärung in kleine französische Barriques gelegt, etwa 18 Monate lang. Danach folgte lange Flaschenreife. Heute prägt diese Reife den Wein stärker als der Ausbau. Das Holz riecht nach Backgewürzen, altem Tabak und einer feinen Zigarrenkiste. Die Cuvée bleibt trocken und liegt bei 13 Prozent Alkohol. Malvasia Nera bringt eine dunklere florale Spur in die reife Kirschfrucht. Am Glasrand steht ein klares Ziegelrot.
Geschmacksprofil
Der Castellare di Castellina I Sodi di San Niccolò 1988 zeigt im Glas tiefes Granat mit braunrotem Rand. Der Duft öffnet sich mit getrockneter Schwarzkirsche, Tabakblatt und altem Leder. Nach einigen Minuten kommen Feige, Balsamico-Kräuter und eine warme Note von Zimt und Nelke dazu. Am Gaumen wirkt der Sangioveto fein gereift, mit seidigen Tanninen, trockener Frucht und einer salzigen Linie aus dem Alberese-Boden. Der Abgang bleibt lang und ruhig, mit dunklem Tee, Kirschhaut und einer Spur Zigarrenkiste. Trinkfenster: 2025 bis 2030.
Essen & Servieren
Zu Bistecca alla Fiorentina ist dieser 1988er eine sehr schöne Wahl. Das gereifte Tannin greift das Fleisch sauber auf, und die Tabaknoten nehmen den Röstton vom Grill mit. Pappardelle al cinghiale sind die regionale Empfehlung, besonders mit Wacholder, Lorbeer und wenig Tomate. Auch geschmortes Reh mit Selleriepüree passt gut zu der Mischung aus getrockneter Kirsche, Leder und Backgewürz. Bei gereiftem Pecorino Toscano oder Finocchiona zeigt der Wein eine herzhafte Seite, die seine Malvasia-Nera-Würze schön aufnimmt.
Produzent
Bei Castellare di Castellina fällt zuerst ein Detail auf, das viele Sammler sofort erkennen. Die Etiketten von I Sodi di San Niccolò zeigen Vogelzeichnungen, und diese Linie gehört seit Jahrzehnten fest zum Auftritt des Hauses. Dieses Motiv wirkt bei einem 1988er besonders charmant, da die gereifte Flasche schon vor dem Einschenken eine eigene Geschichte erzählt. Im Glas setzt Castellare auf den alten Namen Sangioveto und hält bei diesem Wein an der Verbindung mit Malvasia Nera fest. Das gibt I Sodi di San Niccolò einen anderen Akzent als viele Chianti-Classico-Weine aus reinem Sangiovese. Im Keller steht die lange Reifung im Barrique im Dienst einer würzigen Textur, die beim 1988er heute nach Tabak, Leder und getrockneter Kirsche riecht. Domini Castellare di Castellina arbeitet aus dem Gebiet um Castellina in Chianti heraus, wo Alberese-Böden und Höhenlagen eine klare Spannung in die Weine legen. Eine Flasche wie der 1988er erzählt diese Handschrift mit braunrotem Rand im Glas, mit leiser Frucht und mit einer feinen Spur alter Zigarrenkiste.
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