Anbieter: Domaine Henri Bonneau

Domaine Henri Bonneau Chateauneuf du Pape Cuvee Marie Beurrier 2016 MG

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Beschreibung

Henri Bonneau Châteauneuf-du-Pape Cuvée Marie Beurrier 2016 in der Magnumflasche ist eine der rarsten und charaktervollsten Stimmen des südlichen Rhône-Terroirs. Die 1,5-Liter-Abfüllung unterstreicht die Tiefe, Balance und Langlebigkeit dieses klassisch-traditionell vinifizierten Weins. Jeb Dunnuck bewertet die Fassprobe mit 91–93 Punkten – ein vielversprechender Auftakt für diesen großen Jahrgang.

Geschmacksprofil
Im Glas zeigt sich ein gesunder, tiefes Purpur mit rubinroten Reflexen – dicht, klar und einladend. Die Nase öffnet sich mit typischer Garrigue (Thymian, Rosmarin, Lavendel), reifer Kirschlikör-Note, schwarzem Pfeffer und Anklängen von Wild- und Ledernoten, die durch 2016er-Frische elegant aufgefangen werden. Feine Nuancen von zerstoßenem Stein und getrockneten Blüten verleihen zusätzliche Komplexität. Am Gaumen wirkt die Cuvée mittel- bis vollmundig, seidig und sehr ausgewogen. Saftige Grenache-Süße trifft auf kühle, mineralische Konturen – Sauerkirsche, Zwetschge und etwas Blutorange werden von Süßholz, Pfeffer und herzhafter Würze umspielt. Die Tannine sind reif, feinkörnig und tragen die Frucht mit souveräner Struktur, ohne den Wein zu beschweren. Im Finale lang und vielschichtig: salzige Mineralität, Garrigue und herbe Kakaonoten klingen nach. In der Magnum besitzt der 2016er ein ausgezeichnetes Reifepotenzial: er ist jetzt bereits sehr stimmig, wird aber in den nächsten 3–5 Jahren noch an Tiefe gewinnen und hat in dieser Formatgröße 20+ Jahre vor sich.

Vinifikation
Die Trauben stammen aus erstklassigen Lagen von Châteauneuf-du-Pape, u. a. mit den berühmten galets roulés (Flusskiesel), sandig-kalkigen Parzellen und tonhaltigen Böden, die tagsüber Wärme speichern und nachts abgeben. Der kräftige Mistral sorgt für gesunde Trauben und aromatische Konzentration – ideale Bedingungen für Grenache und ihre traditionellen Begleiter. Geerntet wird selektiv von Hand, streng sortiert und traditionell verarbeitet. Die Gärung erfolgt mit weinbergseigenen Hefen, häufig mit hohem Anteil an ganzen Trauben, in Beton oder offenen Gebinden, gefolgt von einer langen, behutsamen Reife in alten Foudres und Demi-Muids. Neue Eiche spielt keine Rolle; der Ausbau ist bewusst oxidativ-reduktiv balanciert, um Textur, Komplexität und die typische Bonneau-Würze zu formen. Abfüllung erfolgt meist mit minimaler Schönung/Filtration, um die Authentizität des Weins zu bewahren.

Essen & Servieren
Perfekt zu geschmortem Lamm mit Kräutern der Provence, geschmorter Schulter vom Reh, confierter Ente, kurzgebratenem Rind, Trüffel- und Pilzgerichten sowie herzhaften Gemüse-Tian. Servieren bei 16–18 °C; die Magnum profitiert von 2–3 Stunden Karaffierung in der Jugend. Für maximalen Genuss aus großen Burgundergläsern servieren.

Produzent
Henri Bonneau gilt als Kultwinzer von Châteauneuf-du-Pape – ein Meister der traditionellen, extrem geduldigen Vinifikation. Die Cuvée Marie Beurrier ist eine rare Sonderabfüllung des Hauses, benannt nach einem Familienmitglied, und steht neben der legendären Réserve des Célestins für die Quintessenz des Bonneau-Stils: alte Reben, späte Lese, lange Fassreife und ungeschminkter Terroirausdruck. Nach Henri Bonneaus Tod führt die Familie die Arbeit in seinem Sinne fort; die Weine zählen weiterhin zu den gesuchtesten der Appellation und haben die Stilistik der Region maßgeblich geprägt.

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