Anbieter: Giacomo Conterno

Giacomo Conterno Cerretta Barolo 2017 MG

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Beschreibung

Ein ikonischer Einzellagen-Barolo in der raren Magnum (1,5 L): Giacomo Conterno Cerretta 2017 aus Serralunga d’Alba, gekeltert aus 100% Nebbiolo. Die höher gelegene Lage mit ton- und kalkreichen Böden verleiht dem warmen Jahrgang 2017 kühle Präzision, feste, doch feinkörnige Tannine und eine seidig fließende Textur. Als jüngere Erwerbung des Traditionsguts fügt sich Cerretta stimmig in die Barolo-Ikonographie des Hauses ein, das seit den frühen 1900er-Jahren Maßstäbe setzt.

Geschmacksprofil
Im Glas leuchtet der Wein in klarem Granatrot mit zarten orangen Reflexen am Rand. In der Nase entfalten sich süße rote Kirsche, Walderdbeere, Hagebutte und wilde Rosen, unterlegt von Anklängen an Blutorangenzeste, Lakritz, Tabak und einer kühlen, eisenhaltigen Mineralik. Am Gaumen zeigt sich 2017 bemerkenswert geschliffen und seidig: die Tannine sind fein poliert, präsent und doch geschmeidig, die Säure vibrierend und klar. Saftige Kirschfrucht trifft auf herbe Kräuterwürze und einen salzigen Kern aus Serralunga-Mineralik; Teer-und-Rosen in klassischer Barolo-Typizität. Der Nachhall ist lang, präzise und von Frische getragen, mit Noten von Kirsche, Zitruszeste, Süßholz und getrockneten Rosenblättern. Die Magnum betont Balance und Langlebigkeit: schon heute mit Belüftung beeindruckend zugänglich, gewinnt der Wein in den kommenden Jahren an Tiefe und Komplexität. Optimales Trinkfenster von etwa 2025 bis 2045+, die Großflasche verlängert die Entwicklung zusätzlich.

Vinifikation
Cerretta liegt in Serralunga d’Alba auf rund 350–400 m Höhe; die kalk- und tonhaltigen Mergelböden speichern Feuchtigkeit und verleihen den Weinen Kraft, Struktur und eine kühle, salzige Ader – gerade in warmen Jahren wie 2017. Die Reben wurden vor etwa einem Vierteljahrhundert gepflanzt und werden sorgfältig von Hand gelesen, mit strenger Selektion bereits im Weinberg. Im Keller folgt eine klassische, lange Maischegärung mit behutsamer Extraktion, um Eleganz und Finesse der Nebbiolo-Schalen zu bewahren. Der Ausbau erfolgt traditionell in großen, neutralen Eichenfässern (Botti), wo der Barolo mehrere Jahre reift, um Tanninstruktur zu verfeinern und die aromatische Komplexität zu harmonisieren – ganz ohne unnötige Eingriffe, damit Terroir und Jahrgang unverstellt sprechen.

Essen & Servieren
Ideal zu Tajarin mit Ragù, Risotto mit Alba-Trüffel, geschmortem Rind (Brasato), Wildgerichten, Lammkoteletts, Steinpilzen und gereiften Hartkäsesorten wie Parmigiano Reggiano oder Castelmagno. Servieren bei 16–18 °C in großen Burgundergläsern; die Magnum profitiert von 2–3 Stunden Karaffe, in jungen Jahren gern etwas länger.

Produzent
Giacomo Conterno gehört zu den großen Traditionsgütern des Piemont: In den frühen 1900er-Jahren begründet, prägt das Haus mit kompromisslos klassischer Stilistik den Ruf des Barolo bis heute. Legendär ist der Barolo Monfortino (erstmals in den 1920ern erzeugt), ebenso die 1970er-Erwerbung Cascina Francia; seit den späten 2000ern ergänzen Parzellen in Cerretta und später Arione das Portfolio. Unter Roberto Conterno steht das Weingut für Präzision, Langlebigkeit und eine klare Handschrift, die international als Benchmark für klassischen Barolo gilt.

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