Anbieter: Philippe Pacalet

Philippe Pacalet, Monthélie 1er Cru Clos Gauthey 2020

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Beschreibung

Philippe Pacalets Monthélie 1er Cru Clos Gauthey 2020 ist ein charaktervoller Chardonnay aus der Côte de Beaune – präzise, mineralisch und von natürlicher Eleganz. Als Premier Cru aus einem ummauerten Einzellagen-Clos verbindet er die Finesse der Nachbarn Meursault und Volnay mit Pacalets unverwechselbarer Handschrift. Ein Burgunder für Kenner, der Terroir vor Technik stellt.

Geschmacksprofil
Im Glas zeigt sich ein helles Strohgelb mit zartem Goldschimmer und lebendiger Brillanz. Die Nase eröffnet mit frischer Zitruszeste, weißem Pfirsich und Birne, dazu feine Blütenaromen, kühle Kreide- und Muschelkalknoten sowie ein Hauch gerösteter Haselnuss und nasser Stein – subtil, vielschichtig, einladend. Am Gaumen saftig und straff zugleich: reife gelbe Frucht trifft auf salzige Mineralität und präzise Säureführung. Die Textur ist seidig, aber nie schwer, getragen von feinem Druck und einem klaren Kern. Dezente, perfekt integrierte Fasswürze (keine spürbare Neubelastung) rahmt die Frucht, während kräuterige Nuancen und ein Hauch Zitronenverbene Frische verleihen. Der Abgang ist lang, vibrierend und von kalkiger Spannung geprägt, mit einem feinen, fast kreidigen Grip. In 2020 präsentiert sich die Wärme des Jahrgangs als großzügige Fruchtfülle, balanciert von Pacalets typischer Präzision. Das Reifepotenzial ist ausgezeichnet: Bereits jetzt trinkanimierend, gewinnt der Wein in den nächsten 5–8 Jahren weiter an Komplexität und Tiefe. Optimalfenster: 2024–2030+, je nach gewünschtem Reifeprofil.

Vinifikation
Der Clos Gauthey liegt in Monthélie zwischen Meursault und Volnay auf kalk- und mergelgeprägten Böden mit feiner, steinreicher Oberkrume. Die Ost- bis Südostexposition und die kühlen Luftströme aus den höher gelegenen Combes sorgen für Frische und eine langsame, gleichmäßige Ausreife – ideale Voraussetzungen für einen spannungsvollen Chardonnay. Die Trauben werden von Hand gelesen und streng selektioniert. Nach sanfter, meist ganzbündeliger Pressung vergärt der Most spontan mit weinbergseigenen Hefen. Der Ausbau erfolgt in gebrauchten burgundischen Pièces, um das Terroir in den Vordergrund zu stellen; neue Eiche wird bewusst vermieden. Die Reife auf der Feinhefe über 12–16 Monate erfolgt mit minimalem Eingriff, wenig bis keiner Bâtonnage und sehr moderatem Schwefeleinsatz erst zur Füllung. Unfiltrierte oder nur schonend filtrierte Abfüllung für maximale Aromatik und Textur.

Essen & Servieren
Perfekt zu Jakobsmuscheln, pochiertem Steinbutt, Zander oder Hummer, ebenso zu Geflügel in heller Sauce, Kalbsrücken, risotto bianco mit Zitronenzeste, jungem Comté oder gereiftem Ziegenkäse. Servieren bei 10–12 °C in einem größeren Weißweinglas; bei jugendlicher Reduktion 15–30 Minuten karaffieren, sonst direkt aus der Flasche genießen.

Produzent
Philippe Pacalet, Neffe von Beaujolais-Pionier Marcel Lapierre und ehemaliger Régisseur bei Prieuré Roch, gründete 2001 sein eigenständiges Micro-Négoce in Beaune. Er gilt als Vordenker des low-intervention-Stils in Burgund: Trauben aus nachhaltig bewirtschafteten Parzellen, Spontangärung, behutsamer Ausbau in gebrauchten Fässern und minimaler Schwefeleinsatz. Seine Weine sind Referenzen für Transparenz und Terroirausdruck und haben ihm einen festen Platz unter den spannendsten Produzenten der Côte d’Or gesichert.

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