Anbieter: Wagner-Stempel
Wagner-Stempel Neu-Bamberg Rotliegend Riesling 1G - Erste Lage 2023 - 0,75l
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Beschreibung
Wagner-Stempel Riesling 2023 aus Rheinhessen zeigt Riesling mit Zitrone, nassem Kies und salziger Spannung vom Rotliegend in Neu-Bamberg bei trockenem Zug. Im Glas wirkt er kühl und klar. Die Frucht bleibt bei Zitronenzeste und gelbem Apfel. Der Edelstahl-Ausbau hält die steinige Seite nah am Gaumen. Die nachhaltige Zertifizierung passt zum ruhigen Auftreten des Weins.
Über den Wein
Der Wagner-Stempel Riesling 2023 stammt aus Neu-Bamberg in Rheinhessen. Die Böden bestehen aus Rotliegend, also rotem Sandstein mit vulkanischem Sediment. Diese rötliche geologische Spur ist bei diesem Wein nicht nur ein Etikettendetail. Sie zeigt sich als salziger Zug und als Eindruck von nassem Kies. Die Reben für diesen trockenen Riesling stehen in einem Teil Rheinhessens, der mehr Kargheit zeigt als die sanften Lössflächen weiter östlich. Die nachhaltige Zertifizierung gehört hier zur Arbeit im Weinberg. Bei 12,5 Prozent Alkohol bleibt der Wein schlank in der Bewegung und klar in der Kontur.
Der Ausbau erfolgt in Edelstahltanks. Das gibt dem Wagner-Stempel Riesling 2023 eine klare, helle Linie. Der Wein zeigt eine feine reduktive Note. Sie erinnert an Feuerstein und kalten Rauch. Die Zitrusfrucht bleibt dadurch eher bei Schale als bei Saft. Der trockene Restzuckereindruck sitzt fest am Gaumen. Im Nachhall bleibt ein Hauch Feuerstein neben Zitronenschale.
Geschmacksprofil
Im Duft kommen Zitronenzeste, heller Rauch und nasser Kies zuerst nach vorn. Dahinter liegt ein leiser Ton von gelbem Apfel, der dem Wagner-Stempel Riesling 2023 etwas Zugängliches gibt. Am Gaumen wirkt der Riesling trocken, geradlinig und salzig. Die Säure ist lebhaft und zieht die Zitrusfrucht in eine klare Richtung. Die salzige Linie erinnert an feuchte Steine nach Regen und macht diesen Neu-Bamberger Wein deutlich erkennbar. Mit Luft wird die reduktive Note feiner. Dann stehen Grapefruit, Kräuterstiel und eine Spur vulkanischer Stein im Vordergrund. Der Nachhall bleibt kühl und griffig. Trinkfenster: 2025 bis 2030.
Essen & Servieren
Zu gebratenem Zander mit Fenchel und Zitrone greift der Wagner-Stempel Riesling 2023 die helle Würze auf. Die salzige Ader des Weins legt sich schön an die knusprige Haut und an den Saft der Pfanne. Bei Meeresfrüchten wie Garnelen, Miesmuscheln oder Jakobsmuscheln wirkt der nasse-Kies-Ton besonders passend. Ein wenig Knoblauch, Petersilie und Olivenöl reichen hier schon aus. Gemüse darf ruhig Röstaromen haben. Gegrillter grüner Spargel, Kohlrabi aus dem Ofen oder Lauch mit Nussbutter nehmen die Zitrusfrische gut auf. Als regionale Idee passt rheinhessischer Spundekäs mit Brezel. Der cremige Käse trifft auf trockenen Riesling, feine Reduktion und den salzigen Zug vom Rotliegend.
Produzent
Wagner-Stempel ist in Siefersheim verwurzelt, einem kargen Eck des westlichen Rheinhessens mit rötlichem Vulkangestein und windoffenen Höhen. Ein konkreter Zug des Guts ist der Blick auf Steinigkeit schon bei den geradlinigen Rieslingen. Daniel Wagner hat dem Betrieb ein Profil gegeben, das mit klarer Frucht und spürbarer Herkunft arbeitet. Der Betrieb ist Mitglied im VDP, doch die interessanteste Information steht hier im Glas. Auch bei einem Riesling wie diesem bleibt die Handschrift des Hauses bei Zitrus, Salz und kühlem Gestein. Die Nähe zu Neu-Bamberg zeigt sich in diesem Wein als roter Boden im Hintergrund, als feiner Rauch im Duft und als nasser Kies im letzten Schluck.
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